Am Ende des Leasings kann der Zustand der Felgen darüber entscheiden, ob Rückgabe, Verlängerung oder Kaufoption die bessere Wahl ist – und die Kosten für die Instandsetzung sind selten zu vernachlässigen.
Drei bis fünf Jahre Stadtverkehr reichen aus, um an Alufelgen bleibende Spuren zu hinterlassen. Touchierte Bordsteine, flache Bodenschwellen, enge Einparkmanöver: Bei der Rückgabe oder Kaufoption wird jeder Kratzer vom Gutachter des Leasinggebers akribisch geprüft. Fahrer mit Felgenschutz beim Leasing, die diesen Punkt nicht im Blick hatten, erleben bei der Abrechnung mitunter Abzüge von mehreren Hundert Euro.
Leasingende: die drei Optionen und was die Felgen dabei verändern
Am Ende eines LOA- oder LLD-Vertrags stehen dem Fahrer drei Möglichkeiten offen. In jedem Fall wirkt sich der Zustand der Felgen direkt auf den endgültigen Betrag aus.
- Fahrzeugrückgabe: Der Leasinggeber beauftragt einen unabhängigen Sachverständigen. Kratzer und Beschädigungen am Felgenrand, die die im Rückgabeprotokoll festgelegten Toleranzen überschreiten (je nach Richtlinien häufig 5 bis 10 mm), führen zu Kosten, die dem Leasingnehmer in Rechnung gestellt werden. Rechnen Sie mit 80 bis 180 EUR pro Felge, abhängig von Größe und Art der Reparatur (Polieren, Spachteln, Lackieren).
- Vertragsverlängerung: Das Fahrzeug verbleibt noch einige Monate in Ihrem Besitz. Sind die Felgen bereits beschädigt, schreitet die Abnutzung weiter voran. Eine Verlängerung ohne Felgenkantenschutz birgt das Risiko einer höheren Rechnung bei der endgültigen Rückgabe.
- Ausübung der Kaufoption: Sie erwerben das Fahrzeug zu seinem Restwert. Verkratzte Felgen stehen dem Kauf nicht im Wege, mindern jedoch den tatsächlichen Fahrzeugwert, wenn Sie es anschließend zügig weiterverkaufen möchten.
Was ein Leasinggeber am Vertragsende tatsächlich berechnet
Die Rückgaberichtlinien variieren je nach Anbieter, die beobachteten Preisspannen sind jedoch über die Marktteilnehmer hinweg vergleichbar:
| Art des Felgenschadens | Durchschnittlich berechnete Kosten (pro Felge) |
|---|---|
| Oberflächlicher Kratzer (nur Polieren) | 80 – 120 EUR |
| Absplitterung oder Kerbe mit Lackausbesserung | 130 – 200 EUR |
| Stark beschädigte Felge (Ersatz) | 250 – 600 EUR je nach Modell |
Bei einem Fahrzeug mit 18- oder 19-Zoll-Bereifung – einem gängigen Format bei kompakten SUVs und Premium-Limousinen – übersteigt der Ersatz einer einzelnen Felge häufig 400 EUR. Vier beschädigte Felgen können damit genauso viel kosten, wie der vorzeitige Rückkauf des Fahrzeugs rechtfertigen würde.
Felgenschutz als strategisches Mittel vor der Fahrzeugrückgabe
Die Logik des Felgenschutzes im Rahmen eines Leasingvertrags besteht nicht darin, vorhandene Schäden zu verbergen — das täuscht keinen Sachverständigen — sondern darin, Schäden während der Vertragslaufzeit zu vermeiden. Ein bereits bei Fahrzeugübergabe oder im laufenden Vertrag montiertes Profil absorbiert Bordsteinkontakte, ohne die Felge selbst zu berühren.
Der Set mit 4 AlloyGator Felgenschutz ist mit nahezu allen aktuellen Reifengrößen kompatibel (von 13 bis 23 Zoll). Die Montage dauert etwa eine Stunde bei einem zertifizierten Montagepartner des Netzwerks, zu einem Preis von rund 99 EUR. Auf drei Jahre Vertragslaufzeit gerechnet sind das weniger als 3 EUR pro Monat.
Wenn Sie ein Audi- oder BMW-Modell mit 18-Zoll-Felgen oder größer fahren, ist das Risiko von Bordsteinschäden besonders hoch: Die niedrigen Reifenflanken bieten kaum seitliche Dämpfung.
Wann sollte man im Verlauf des Vertrags handeln?
Idealerweise wird der Schutz bei der Fahrzeugübergabe montiert. Es spricht jedoch nichts dagegen, ihn im Laufe des Vertrags anzubringen, sobald Bordsteinkontakte häufiger werden. Eine Abnahme des Profils vor der Rückgabe ist möglich; der Zustand der darunter liegenden Felge muss dann einwandfrei sein. Hat der Schutz seine Aufgabe erfüllt, ist das der Fall.
FAQ
Akzeptieren Leasinggeber Fahrzeuge, die bei der Rückgabe mit Schutzprofilen ausgestattet sind?
Ja, in der großen Mehrheit der Fälle. Das Profil ist ein abnehmbares Zubehörteil. Manche Leasingnehmer entscheiden sich, es vor der Begutachtung zu entfernen, andere lassen es montiert. Entscheidend ist, dass die Felge selbst keine Schäden aufweist, die die im Übergabeprotokoll festgelegten Toleranzen überschreiten.
Kann ein Fahrzeug in der Vertragsverlängerung noch mit Felgenschutz ausgestattet werden?
Ja. Die Montage ist zu jedem Zeitpunkt des Vertrags möglich. Wird das Fahrzeug um weitere sechs Monate verlängert, verhindert eine jetzt angebrachte Schutzleiste, dass bereits durch frühere Stöße geschwächte Felgenränder weitere Schäden nehmen.
Ist der Felgenschutz sinnvoll, wenn ich die Kaufoption ziehe, um das Fahrzeug weiterzuverkaufen?
Direkt. Ein Fahrzeug, das mit einwandfreien Felgen weiterverkauft wird, erzielt einen höheren Wiederverkaufswert. Privatkäufer wie gewerbliche Händler ziehen die Instandsetzungskosten für die Felgen systematisch vom angebotenen Preis ab – oft über den tatsächlichen Kosten.