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Fahrzeugrückgabe bei PCP/HP: Wie werden beschädigte Felgen berechnet?

9. August 2026 33

Fahrzeugrückgabe bei Leasing: Beschädigte Felgen sind die häufigste Ursache für unerwartete Kosten am Ende eines Leasingvertrags.

Sie geben Ihr Fahrzeug in zwei Monaten zurück und bemerken mehrere Kratzer an den Felgenrändern. Eine Frage, die man sich besser jetzt stellen sollte als beim Rückgabeprotokoll: Was wird der Leasinggeber einbehalten, und in welcher Höhe? Die Vorgehensweisen variieren je nach Anbieter, doch die Abrechnungslogik folgt relativ einheitlichen Regeln. Ein sachlicher Überblick, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Was Leasinggeber als normalen Verschleiß betrachten

Kein Leasingvertrag mit Kaufoption kann die Rückgabe eines Fahrzeugs in Neuzustand verlangen. Das Gesetz unterscheidet zwischen normalem Verschleiß und anormaler Beschädigung. Bei Felgen beschränkt sich normaler Verschleiß auf sehr leichte Bremsspuren (Ablagerungen, feine Staubkratzer), die aus einem Meter Entfernung nicht sichtbar sind. Sobald jedoch eine Schramme sichtbar oder mit dem Finger tastbar ist oder das blanke Metall freilegt, stuft die große Mehrheit der Leasinggeber sie als kostenpflichtige Beschädigung ein.

In der Praxis wenden die von den Leasinggebern verwendeten Zustandsprotokolle drei Stufen an:

  • Stufe 1 – oberflächliche Spuren: häufig toleriert, wenn sie kürzer als 5 cm sind und das Metall nicht beschädigt wurde (subjektive Beurteilung durch den Prüfer).
  • Stufe 2 – sichtbare Schramme mit Materialabnahme: wird grundsätzlich in Rechnung gestellt; Reparatur oder Ersatz je nach Ausmaß.
  • Stufe 3 – verzogene, gerissene oder stark beschädigte Felge: vollständiger Ersatz erforderlich; die Kosten übersteigen häufig den Restwert der Felge allein.

Richtwerte pro Felge: Was es wirklich kostet

Die Leasinggeber beauftragen ihre eigenen Dienstleister oder wenden eine interne Preisliste an. Die bei der Rückgabe festgestellten Preise variieren je nach Durchmesser und Fahrzeugmarke:

Felgendurchmesser Kosmetische Reparatur Gleichwertiger Ersatz
16 bis 17 Zoll 80 – 150 EUR / Felge 200 – 400 EUR / Felge
18 bis 19 Zoll 120 – 220 EUR / Felge 350 – 700 EUR / Felge
20 Zoll und mehr 180 – 300 EUR / Felge 600 – 1.200 EUR / Felge

Diese Spannen gelten pro Felge. Bei einem Fahrzeug, das mit drei Felgen in Stufe 2 zurückgegeben wird, kann der Einbehalt 400 bis 650 EUR der Kaution betragen – bei einem Premiumfahrzeug auch mehr. Der Felgenschutz beim Leasing gewinnt angesichts dieser Beträge erheblich an Bedeutung: Ein Satz mit vier Schutzringen, vor Vertragsbeginn montiert, kostet nur einen Bruchteil dieser Einbehalte.

Bei Modellen der Baureihe Audi oder BMW die häufig als Leasingfahrzeuge angeboten werden, sind großformatige Felgen serienmäßig – was potenzielle Einbehalte von vornherein in die oberen Bereiche der Spannen rückt.

So minimieren Sie das Risiko vor der Rückgabe

Drei konkrete Maßnahmen vor der Fahrzeugrückgabe:

  • Felgen fotografieren – direkt bei der Lieferung und kurz vor der Rückgabe, mit im Dateinamen integriertem Datum.
  • Die Einbehaltungstabelle beim Leasinggeber anfordern, bereits bei Vertragsunterzeichnung: Manche Verträge begrenzen den Einbehalt pro Felge, andere nicht.
  • Einen Felgenschutz-Satz für Alufelgen bereits in den ersten Monaten des Vertrags montieren lassen– nicht erst im letzten Quartal. Das AlloyGator-Profil wird zwischen Reifen und Felgenhorn eingesetzt: Es absorbiert den Kontakt mit dem Bordstein anstelle des Metalls. Rückstandslose Demontage bei der Rückgabe, ohne Spuren an der Felge.

Wenn Sie sich bereits am Vertragsende befinden und bereits Schrammen vorhanden sind, kann eine kosmetische Reparatur durch einen Karosseriebetrieb vor der Zustandsabnahme günstiger sein als der vom Leasinggeber angesetzte Einbehalt – vergleichen Sie die Angebote.

FAQ

Deckt die LOA-Versicherung zerkratzte Felgen ab?

In der Regel nicht. Die in LOA-Verträgen enthaltenen Versicherungen decken gemeldete Schadenereignisse ab (gemeldeter Unfall, Diebstahl). Bordsteinschäden gelten als schleichende, nicht gemeldete Verschlechterungen und gehen bei der Fahrzeugrückgabe zu Lasten des Mieters.

Darf man an einem LOA-Fahrzeug ohne Genehmigung einen Felgenschutz montieren?

Protektoren vom Typ AlloyGator sind keine strukturellen Fahrzeugveränderungen. Sie werden ohne Kleber oder Bohrungen montiert und wieder entfernt. Die meisten LOA-Verträge verbieten sie nicht, aber prüfen Sie bei Zweifeln die Klausel „Zubehör und Ausstattung" in Ihrem Vertrag. Die Demontage vor der Rückgabe hinterlässt keinerlei Spuren an der Felge.

Ist der Kautions­einbehalt für beschädigte Felgen verhandelbar?

Selten, wenn die Kostentabelle vertraglich festgelegt ist. Allerdings kann eine Meinungsverschiedenheit über die Einstufung (normale Abnutzung vs. Beschädigung) schriftlich mit Fotodokumentation angefochten werden. Ohne datierte Fotobeweise führt eine Anfechtung nur selten zum Erfolg.

Um diesen Konflikt bei der Rückgabe zu vermeiden, ist es am einfachsten, frühzeitig zu handeln: Lassen Sie das komplette Set von einem zertifizierten Montagepartner des AlloyGator-Netzwerks bereits in den ersten Wochen des Vertrags montieren. Die Montage dauert etwa eine Stunde, und die Kosten (rund 99 EUR) stehen in keinem Verhältnis zu einem Einbehalt am Ende der LOA-Laufzeit.

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