Bei einer Gebraucht-LOA bestimmt der Ausgangszustand der Felgen unmittelbar, was Sie bei der Rückgabe zahlen werden.
Ein Gebrauchtfahrzeug per Leasing (LOA) zu mieten bedeutet, eine Vorgeschichte zu übernehmen, die Sie nicht selbst geschrieben haben. Die Leichtmetallfelgen sind oft bereits mit einem Bordstein, einem Schlagloch oder einer engen Parklücke in Berührung gekommen. Wenn Sie deren Zustand bei der Übergabe nicht genau dokumentieren, kann Ihnen jede neue Schramme – selbst eine kleine – bei der Rückgabe in Rechnung gestellt werden, als wären Sie allein dafür verantwortlich. Es geht dabei nicht um Ästhetik: Es ist eine Frage von Beweisen und Zahlen.
Gebraucht-LOA: Warum der Ausgangszustand der Felgen ein vertraglicher Streitpunkt ist
Bei einem Neufahrzeug im Leasing ist der Referenzzustand per Definition makellos. Bei einem Gebrauchtfahrzeug in der LOA ist die Ausgangssituation weniger eindeutig. Der Vertrag erwähnt in der Regel einen „akzeptablen normalen Verschleiß", doch dieser Begriff bleibt auslegungsfähig. Die Finanzierungsgesellschaften beauftragen bei der Rückgabe externe Gutachter, die standardisierte Bewertungsraster anwenden – und diese Raster berücksichtigen nicht, welche Schäden das Fahrzeug bereits bei der Übernahme aufwies.
Konkretes Ergebnis: Ein Kratzer am Rand einer 18-Zoll-Alufelge, der bereits bei der Lieferung vorhanden, aber nicht im Übergabeprotokoll vermerkt war, kann bei der Rückgabe je nach Dienstleister und Felgendurchmesser eine Rechnung von 80 bis 180 EUR pro Felge nach sich ziehen. Bei einem Satz von vier Felgen in schlechtem Ausgangszustand kann das Gesamtrisiko 500 EUR übersteigen.
Den Felgenzustand bei der Lieferung dokumentieren: die Checkliste, die Sie anwenden sollten
Die Regel ist einfach: Was nicht schriftlich festgehalten ist, existiert nicht. Bei der Fahrzeugübernahme:
- Fotografieren Sie jede Felge aus drei Winkeln (Vorderseite, Flanke, 45°-Profil) mit aktiviertem Zeitstempel.
- Bestehen Sie darauf, dass jede vorhandene Beschädigung im Lieferungsprotokoll vermerkt wird – auch die „kleinen" Kratzer.
- Wenn der Vermieter sich weigert, einen sichtbaren Schaden zu vermerken, senden Sie innerhalb von 48 Stunden nach der Lieferung eine zusammenfassende E-Mail – diese gilt als Nachweis Ihres guten Glaubens.
- Bewahren Sie diese Unterlagen bis zum endgültigen Vertragsabschluss auf – auch nach der physischen Fahrzeugrückgabe.
Diese Dokumentation ersetzt nicht den Schutz der Felgen für die Dauer des Vertrags – sie legt lediglich den Ausgangspunkt fest.
Felgenschutz bei der Gebraucht-LOA: Was sich über die Vertragslaufzeit verändert
Ein LOA-Vertrag für ein Gebrauchtfahrzeug läuft typischerweise 24 bis 48 Monate. In diesem Zeitraum bietet jede Ausfahrt aus einem Parkhaus, jede schlechte Straße und jedes enge Rangieren die Möglichkeit, eine weitere Beschädigung hinzuzufügen. Großdimensionierte Leichtmetallfelgen – 17, 18 oder 19 Zoll – sind besonders gefährdet, weil ihre Reifenflanke kürzer ist und zwischen Felge und Hindernis weniger Dämpfung bietet.
Ein zwischen Reifen und Felge montiertes Schutzprofil absorbiert seitliche Stöße leichter bis mittlerer Intensität – durch Bordsteine, Randsteine oder Parkschienen. Direkt bei der Fahrzeugübernahme montiert, stellt es sicher, dass der bei der Lieferung dokumentierte Zustand dem tatsächlichen Zustand bei der Rückgabe entspricht – ohne neue Beschädigungen am Felgenrand.
Der 4er-Set AlloyGator Felgenschutz ist mit der großen Mehrheit der auf dem Gebrauchtmarkt erhältlichen Alufelgen kompatibel. Die Montage dauert bei einem zertifizierten Montagepartner etwa eine Stunde und kostet insgesamt rund 99 EUR. Auf 36 Vertragsmonate umgerechnet sind das weniger als 3 EUR pro Monat – um ein Kostenrisiko auszuschalten, das 500 EUR übersteigen kann.
Wenn Sie ein Modell wie einen Audi oder einen BMW als Gebrauchtfahrzeug leasen – Fahrzeuge, die häufig mit 18- bis 20-Zoll-Felgen ausgestattet sind, deren Reparatur teuer ist – fällt die Rechnung noch günstiger aus.
FAQ
Kann der Vermieter die Montage eines Felgenschutzes bei einer LOA verweigern?
Vertraglich gesehen stellt ein zwischen Reifen und Felge montiertes Schutzprofil keine irreversible Fahrzeugveränderung dar. Es lässt sich rückstandslos entfernen. Die meisten LOA-Verträge untersagen dies nicht, aber prüfen Sie vor der Montage die Klausel zu Zubehör oder Modifikationen und behalten Sie die Möglichkeit, das Profil vor der Rückgabe zu entfernen, falls Ihr Vertrag dies verlangt.
Was passiert, wenn vorhandene Schäden bei der Lieferung nicht vermerkt wurden?
Ohne entsprechenden Vermerk im Übergabeprotokoll werden diese Schäden als während Ihrer Besitzzeit entstanden angesehen. Der bei der Rückgabe beauftragte Gutachter wendet sein Bewertungsraster an, ohne die Vorschäden zu berücksichtigen. Ihr einziges Rechtsmittel ist ein externer Nachweis (zeitgestempeltes Foto, innerhalb von 48 Stunden nach der Lieferung versendete E-Mail).
Kann der Felgenschutz vor der Rückgabe des Leasingfahrzeugs entfernt werden?
Ja. Das AlloyGator-Profil lässt sich manuell, ohne Spezialwerkzeug und ohne Spuren an der Felge oder am Reifen zu hinterlassen, entfernen. Wenn Ihr Vertrag eine Rückgabe im Originalzustand vorschreibt, genügt es, das Profil vor der Rückgabeinspektion abzunehmen. Der Zustand der Felgen darunter entspricht dem bei der Montage dokumentierten Zustand.
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